T04:
„Niemand will/darf mein Leid sehen"

Wege zum hilfreichen, mitfühlenden Umgang mit „entrechteter" oder „aberkannter" Trauer

Inhalte

  • Was ist „entrechtete" Trauer?
  • Drei Themenkreise:
    • sozial nicht akzeptierte,
    • vermeintlich banale (nicht ernst genommene) und
    • Tabu-Themen
  • Was macht entrechtete Trauer so besonders (schlimm)?
  • Exkurs: Komplizierte Trauer (Definition, Symptome und Umgang mit Betroffenen)
  • Wie erkenne ich Fälle entrechteter Trauer und schaffe vertrauensvoll Raum für Themen, die in der Gesellschaft gewöhnlich als „nicht trauerwürdig" oder tabuisiert gelten?
  • Wie kann ich Betroffene ermutigen und sie konkret dabei unterstützen, ihren eigenen, ganz individuellen Weg einer Verlustbewältigung zu finden?
  • Wie gehe ich mit Traueranlässen um, die ich selbst nur schwer oder gar nicht nachvollziehen oder akzeptieren kann?
  • Selbstfürsorge für Trauerbegleiter/Innen

Ziele und Arbeitswege

  • Die Teilnehmer wissen um die besonderen Herausforderungen beim Umgang mit entrechteter Trauer.
  • Ohne Empathie ist keine heilsame Trauerbegleitung möglich. Nach dem Workshop sind die Teilnehmer eher in der Lage, Empathiefähigkeit oder zumindest ein offenes Ohr auch für Menschen zu entwickeln, die unter einem sozial nicht anerkannten, vielleicht sogar tabuisierten Verlust leiden.
  • Die Teilnehmer nehmen einen kleinen Methodenkoffer mit bewährten heilsamen Interventionsmöglichkeiten mit.
  • Input / theoretischer Hintergrund (Besonderheiten entrechteter Trauer, Trauerphasen, Bedeutung von Ritualen/Jahrestagen etc.)
  • Praktische Übungen, Kleingruppenarbeit

Zielgruppe

Ausgebildete Trauerbegleiter/innen, Psychotherapeut/innen und Heilpraktiker/innen Psychotherapie (bzw. Menschen, die sich in psychotherapeutischer Ausbildung befinden), Psychologische Berater/innen, Mitarbeiter/innen von Beratungsstellen mit Schwerpunkt Trauer und von Krisenteams, alle Interessierten

Termin

Montag, 14. September 2020

14. September 2020

Anmeldung: bis 31. August 2020

Kursgebühr

139,-- Euro

Leitung

Dr. Eva Dempewolf, System. Coach (SG), Supervisorin (DGSv), Heilpraktikerin für Psychotherapie, zertifiz. Trainerin für Kommunikation, Psycholog. Beraterin, Sterbebegleiterin; Ausbildungen u.a. in Trauerbegleitung, Systemaufstellungen und Psychodrama, TZI/Gruppenleitung, Personzentrierte Gesprächstherapie, Ego-State-Therapie, Hypnotherapie

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